Das Wiener Duo „Mitra Mitra“ hat bereits im Mai ein neues Album veröffenlicht. „glassy tears“ schließt dabei nahtlos an das letzte Album „hands remain“ an. Coldwavig/minimale Tracks wissen mit guten Sounds und Melodien zu begeistern. Dabei hat man das Gefühl, dass „glassy tears“ besser gelungen ist als sein Vorgänger. Die beiden wissen wieder mitzureißen. Gut so! Schönes Album!
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Dieses Reissue aus dem letzten Jahr ging an mir vorbei. Daher hole ich die Vorstellung jetzt nach. Denn dieses Album ist äußerst spannend. Die Platte wurde 1968 aufgenommen und nur 100 Exemplare an Radio DJs versandt. Darauf wurde sie allerdings nicht veröffentlicht, weil das Label Schwierigkeiten hatte. Dabei hat es die Musik in sich: Der damals erst 19-jährige Nicholls hat ein wunderbares Folkalbum aufgenommen und wurde dabei von niemand geringerem als den „Small Faces“ unterstützt. Die Einflüsse sind in einigen Stücken deutlich zu hören. Dann gibt es noch klassischen Chamberpop. Alles liebevoll arrangiert und sogar orchestriert. So wundert es nicht, dass „would you believe“ eines der gesuchtesten Werke der Ära geworden ist. Ein Original kostet gerne 5-stellige(!) Beträge! Nun gibt es die Platte nach beinahe 60 Jahren endlich wieder als offizielle Wiederveröffentlichung. Unbedingte Empfehlung!
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Das inzwischen auf ein Duo geschrumpfte Projekt „Rue Oberkampf“ hat sich in den letzten Jahren mit eifrigem Live-Spielen einen hervorragenden Ruf in der Szene weltweit erspielt. Zurecht, denn ihren Sound zwischen hartem Clubelektro und verträumten Soundscapes dürfte es so sonst auch nicht geben. Inzwischen kann die Band auf zehn Jahre Bandgeschichte zurückblicken. Grund genug, das mit einer Zusammenstellung zu feiern. Das tun sie aber nicht mit einem plumpen best of, sondern mit einer Zusammenstellung von bisher nur digital erhältlichen und/oder gesuchten Tracks. Mit dabei die neue Single „eiszeit“. Aber auch alte gesuchte Tracks wie „sans toi“ oder eines meiner persönlichen Lieblingsstücke der beiden, das es bislang nur digital gab: „deine augen“. Dazu noch das an Gertrud Stein erinnernde „never stop to dance“. Kurz: Eine wirklich schöne Zusammenstellung, die uns die Vorfreude auf das Ende des Jahres erscheinende neue Album versüßt!
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Was für eine Überraschung! Ein neues Album von „Coloma„. Das erste nach 17 Jahren! Die beiden leben nun nicht mehr in Köln, sondern inzwischen in Berlin. Zur Erinnerung: Um die Jahrtausendwende konnte das Duo mit seinem damals sehr modernen Synthpop Sound und dem dandyartigen Sänger Rob Taylor einen gewissen Erfolg verbuchen. Man denke nur an das wunderbare „transparent„. Und wie klingen die beiden nach einer derart langen Pause? Überraschend frisch. Die Musik ist nicht mehr komplett elektronisch. So steuert etwa ein richtiges Schlagzeug die Beats bei. Mal gibts einen E-Bass und man meint, hier und da im Hintergrund eine Gitarre zu hören. Noch immer machen sie unaufgeregten, charmanten Pop, bei dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Verträumt ist hier eigentlich alles. Ein wirklich gelungenes Comeback!
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Derzeit feiern „Slowdive“ ja live und auch mit neuen Alben Erfolge. Dabei gerät die Band zwischen „Slowdive“-Split und -Reunion etwas in Vergessenheit: „Mojave 3“ war die Beschäftigung von Rachel Goswell und Neil Halstead in den Jahren 1995 bis 2006. In der Zeit entstanden 5 Alben. Das Besondere: Der Sound hat eigentlich gar nichts mit „Slowdive“ zu tun und klingt eher wie eine Kreuzung von „Mazzy Star“ und später „Belle & Sebastien“. Einfach schöner, fragiler (Country-)Folkpop. Die Alben der Band sind auf Vinyl inzwischen gesucht. Daher erfreut es umso mehr, dass Ende des Monats alle Alben der Band neu auf Vinyl erscheinen. Es gibt sogar eine Box mit allen fünf Alben, die aber laut 4AD Seite bereits ausverkauft sein soll…? Da die allerdings bis auf einen Schuber um die Platten herum scheinbar keinen Unterschied zu den Einzelreleases aufweist, ist das aber auch nicht so dramatisch.
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Für September hat das Londoner 60s-Space-Avantgarde Projekt „Vanishing Twin“ sein inzwischen fünftes Album angekündigt. Das ist laut Bandcamp Seite in einem intuitiven Prozess entstanden. Ideen wurden gesammelt, zusammengestellt und komplett verworfen. Von allen Mitgliedern bearbeitet. Bisher gibt es zwei Stücke davon zu hören, die allerdings eher den Eindruck vermitteln, dass die Band sich irgendwie verzettelt und den Faden verloren hat. Collagenhafte Tracks können großartig sein – das haben „Broadcast“ eindrucksvoll bewiesen – aber hier klingt es irgendwie verloren…
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Kennt Ihr das Projekt „Tipsy“? Ich kannte es jedenfalls bis gestern nicht und frage mich warum… Denn was die drei Kalifornier in den 90ern geschaffen haben, ist wirklich großartig! Die zwei Alben „trip tease“ und „uh-oh“ bieten allerfeinste Exotica! Und zwar auf Sampling Basis. Und das gelingt so gekonnt, wie es manche reguläre Band nicht hinbekommt. Da wird sich durch Exotica Platten und Soundtracks gesamplet, dass es eine wahre Wonne ist. So bieten „Tipsy“ den perfekten Soundtrack für Cocktails in einer lauen Sommernacht. Hier sollte es unbedingt mal Vinyl Reissues geben!
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Das Schweizer Synthwave Projekt hat soeben die digitale Zusammenstellung „objects – outtakes 2022-2026“ veröffentlicht. Die ist genau das, was der Titel verrät: Eine Compilation von alternativen Versionen und Unveröffentlichtem. Und tatsächlich können sich die Stücke hören lassen und sind mitnichten klassische Reste… Vielmehr sprühen die acht Tracks vor Ideen. Die meisten sind instrumental und minimal. Das kann es gern als reguläres Album auch physisch geben; denn bisher gibt es „objects – outtakes 2022 – 2026“ lediglich digital zum name your price. Aber Obacht: Wenn Ihr etwas zahlt, gehen die kompletten Einnahmen einem guten Zweck zu! Schöne Idee!
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Im September erscheint das neue Album des Berliner Trios „Dina Summer“. Mit ihrem zeitgenössischen, clubtauglichen Synthie Sound konnten sie schon einige Ausmerksamkeit auf sich ziehen. Zu hören gibt es bislang vier Tracks aus dem „children of the night„. Wo „on the road“ mit seiner Gitarre ausgesprochen postpunkig daherkommt, sind die anderen drei Tracks deutlich am Club orientiert. Das wird dort sicher funktionieren. Aber der richtig mitreißende Track ist – anders als bei den beiden Vorgängeralben – ist bislang nicht dabei. Mal sehen, wie restlichen Stücke sind…
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Gerade hat „Primus“‚ Les Claypool noch zusammen mit Sean Lennon und ihrem „Claypool Lennon Delirium“ ein opulentes neues Album herausgebracht, da legt er mit dem Projekt „Colonel Claypool’s Fearless Flying Frog Brigade“ nach. 24 Jahre nach dem letzten Album des Projektes! Es ist ein 4-Tracks Live Album, von denen drei über zehn Minuten lang sind. Wer Claypool und seinen eigenwilligen Songwriting- wie Slapbass-Stil kennt, kann sich ausmalen, dass das hier speziell ist. Und so bewegt sich die Musik zwischen Rock, Prog und Jazz. Und das eben mit typischem Claypool Irrsinn garniert. Spannend! Und verdient in jedem Fall ein Zuhören!
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