Children Of The Mushroom – Children Of The Mushroom

Die Band „Children Of The Mushroom“ existierte von Mitte bis Ende der 60er in der L.A. Area. 1968 veröffentlichten sie eine 7″, die schnell zum Geheimtipp avancierte. Die schönen psychedlischen Elemente angereichert mit Garage-Fuzz-Gitarren sind einfach überragend. Tatsächglich gab es mehr Aufnahmen. Gerade sind sie wieder neu erschienen als selbst betitelte LP. Ein Fest für Freund*innen des typischen kalifornischen Sounds der Zeit.

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Marc Almond & The Gaslight Troubadours – Salambo

Seltsames Release vom legendären Marc Almond: „salambo“ ist eine rein digitale Zusammenstellung verschiedener Zusammenarbeiten des Künstlers mit den „Gaslight Troubadours“. Dieses Projekt ist seit 2013 aktiv und wird bei Discogs so beschrieben: Vaudeville beats, kitschtronica, dark swing, leftfield hip hop, drum n’bass. Und genau so hört es sich an. Mit Almonds Stimme klingt das dann immer wie exotisch-mystische Musik. Vielleicht kein Anwärter auf die EP des Jahres, aber in jedem Fall mal ein Ohr wert. Ach und das Release wird es nur vorübergehend geben, bevor es wieder von Almonds bandcamp Seite verschwindet.

https://marcalmond.bandcamp.com/album/salambo

(vk)

Dead Can Dance

Ganze acht Jahre ist das letzte Album der Australier „Dead Can Dance“ alt. Nun haben sie angekündigt, sich komplett von Plattformen wie Spotify zu verabschieden. Musik veröffentlichen sie nun auf bandcamp und dem Band-eigenen Label. Sympathisch. In diesem Jahr wollen sie nun monatlich einen Song veröffentlichen (Peter Gabriel ich hör dir trapsen) und dann am Ende als Album zusammenfügen. „our day will come“ ist der erste Song der Reihe. Der ist überraschend wenig Worldmusic-inspiriert und gibt sich erstaunlich poppig und eingängig für das Duo. Im Mittelpunkt steht der Gesang Brendan Perrys. Das allein verleit der Musik wiederum Tiefe. Schönes Stück!

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æmilia – 22:22

„æmilia“ ist eine Musikerin aus Hamburg, die schon seit einiger Zeit regelmäßig Tracks auf Spotify veröffentlicht. Immer einzelne Tracks, immer Spotify. Nun gibt es ein Album auf bandcamp: „22:22„. Und was für eins! Eine rohe, in seltsame Sphären abdriftende Musik wird einem geboten. Düster, elektronisch, aber abseits gängiger Klischees. LoFi, mal mit Dungeon Synths Vibe, dann wieder poppig. Einige Stücke klingen nach Twin Peaks. Komplett unwirklich und aus der Welt gefallen. Gleichzeitg kommt „æmilia“ schnell auf den Punkt: Der längste Track ist 2:50 lang. Kein unnötiger Ballast. Gut so. Dazu fällt noch die besondere Stimme mit einem Händchen für Melodien auf. Wirklich spannendes Album, das es hoffentlich auch mal physisch geben wird!

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Besombes/Rizet – Pôle

Wie der Name der Band vermuten lässt, verbergen sich dahinter zwei Menschen dieses Namens, nämlich Philippe Besombes and Jean-Louis Rizet. Zusammen haben sie mit Gästen 1975 das Album „pôle“ aufgenommen und veröffentlicht. Und was für ein Album das ist! Eine Doppel Lp, von der die letzte Seite einen Track umfasst. Die Stücke sind alle instrumental und bewegen sich zwischen Krautrock und dem typischen Sound französischer Synth Pioniere jener Zeit. Aber wo viele vergleichbare Acts auf Albumlänge dann doch schwächeln, halten die beiden hier selbst in dem über 20-minütigem letzten Track die Spannung. Interessantes Album! 2015 gab es ein Reissue. Das allerdings ist nur eine einzelne LP und verzichtet damit leider auf den letzten Track.

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Cranes – Future Songs

Das einzige Album der britischen „Cranes“, das bislang nicht auf Vinyl (wieder-)veröffentlicht wurde, ist „future songs„. In der Bandhistorie ist es insofern besonders, da sich die Band 1997 vorübergehend auflöste, um dann mit eigenem Label und diesem Album 2001 in neuer Besetzung wieder zu starten. Im Mai erscheint „future songs“ nun endlich auch auf Vinyl und macht den Wiederveröffentlichungsreigen der „Cranes“ Alben komplett. Denn dann gibt es alle EPs, BBC Sessions und reguläre Alben auch auf Vinyl. Lediglich das Live Album von 2003 fehlt dann noch. Aber vielleicht folgt das ja auch noch… Und die Musik? Die markiert den Übergang von den rohen Anfangstagen zu dem mehr ambientartigen Spätwerk der Band. Gerade die reduzierten Stücke sind stark und sehr melancholisch-intensiv. Hier kommt die spezielle Stimme Alison Shaws besonders zum Tragen. Interessant auch: Ich erinner mich, dass mich das Album beim Release 2001 enttäuschte. Wenn ich es jetzt höre, erscheint es mir mit zeitlichem Abstand eines ihrer stärksten Alben zu sein! Hört es Euch unbedingt an!

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Inrain

Gerade ist die britische Band „Cranes“ dabei, sämtliche Alben auf Vinyl erstmals bzw. wiederzuveröffentlichen. Sängerin Alison Shaw hat 1991 mit Rudy Tambala von so spannenden Bands wie „A.R.Kane“ und „M|A|R|R|S“ eine 7″ unter dem Projekt-Namen „Inrain“ veröffentlicht. Auch die erfährt nun im April eine Wiederveröffentlichung. Dieses Mal in Form einer 12″ und erweitert um den Song „biology“ von 2012. Vielen Dank an Jeff, ohne den diese Info wohlmöglich an mir vorbeigegangen wäre…

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Widowspeak – Roses

Im Juni erscheint der Nachfolger des wunderbaren „Widowspeak“s Albums „the jacket„, das 2022 so sehr zu bezaubern wusste mit seinem „Mazzy Star“ Sound. Vorab gibt es den Song „if you change“ zu hören, der deutlich gefälliger geworden ist, als das letzte Album. Man denke sich „R.E.M.“ mit einer weniger im Mittelpunkt stehenden Stimme. Jedenfalls begeistert der Song nicht so richtig. Zu gewöhnlich ist er geraten. Mal sehen, wie dann das Album wird.

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Various – Schmitz’s Katze & Der Knitterschutz

Das Label Hertz-Schrittmacher (Kernkrach) feiert ein Jubiläum: Die Nummer 100! Das muss natürlich ordentlich gefeiert werden und zwar mit der neue Compilation „schmitz’s katze & der knitterschutz“. Es feiert so einiges an Artists aus dem direkten und indirekten Umfeld des Labels mit. Und damit einiges, was minimal-elektronisch so aktuell unterwegs ist. So etwa „Ruhr & Blocco Schengen“ mit dem Hit „Stahlwerk“ – hier erstmals auf Vinyl. Die restlichen Acts liefern Exklusives. Und dankenswerterweise nicht üblichen Sampler-Aussschuss, sondern echte Hits! „Der FotoGraf“, „Pleasure Victim“ (ein Cover von „Isolierband“s „keine gnade“!), „Berlangas“ – um nur ein paar zu erwähnen. Und allein der „Kühle Matrosen“ Oberknaller „autoscooter abfahrt“ ist es wert, diese Compilation zu kaufen! Auch wir sind mit einem exklusiven „Bêtes Sauvages“-Titel dabei, auf den wir sehr stolz sind: „mondlandschaft“. Gestern offiziell erschienen beim diesjährigen Kernkrach Festival, wird das Ganze ab 22.03.26 digital hier und physisch hier zu erwerben sein.

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Carter USM – Straw Donkey – The Complete Singles

Die 90er kommen wieder! Und damit auch die Helden der Zeit. Die Briten von „Carter USM“ oder komplett: „Carter The Unstoppable Sex Machine“ dürfen da natürlich nicht fehlen. Ende der 80er gegründet, begannen sie als Duo. Backing und zwei ausgeflippte Typen mit Gitarren genügten für einen ordenltichen Abriss. Später erweiterte sich die Band noch um echtes Schlagzeug. Der größte Erfolg war ihnen aber als Duo in den frühen 90ern beschieden. Die willden Auftritte, Musik mit billigen Synth Sounds, schrabbeligen Gitarren und Melodien zum Mitgröhlen garantierten Erfolg. Die Songs sind nicht alle gut gealtert. Was liegt da näher, als sich auf die Hits zu konzentrieren. Die Singles Compilation „straw donkey“ erschien erstmals 1995. Nächste Woche erscheint sie remastert und erweitert um 5 Songs als Doppel LP und CD mit DVD. Ein guter Grund sich die Songs wieder einmal anzuhören. Und ja, die hier auf der Compi machen mit ihrem ironischen Irrsinn auch 2026 noch Spass!

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