The Sensational Creed – Nocturnal Operations

„The Sensational Creed“ oder auch „Orbidöig“ war das Seitenprojekt der „The Associates“ Gitarristen Steve Reid. Veröffentlicht wurde nur eine Singles bzw. 12″: „nocturnal operations“. Das ist wunderbarer vertäumter Postpunk/Minimal mit entrücktem Frauengesang – im Titelsong unterstützt von „Associates“‚ Billy MacKenzie. alles Stücke sind ausgesprochen gelungen, sodass die Frage ist, ob da nicht einmal ein Label auf die Suche nach weiteren Stücken des Projektes geht und die dann zusammen mit den EP Tracks (wieder)veröffentlicht…

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The Thorn

„The Thorn“ ist nicht etwa eine neue Band, sondern das Solo Projekt „Large Plants“ erweitert auf eine vierköpfige Band. Das hatte neben der Namensänderung noch eine weitere signifikante Änderung zur Folge: Nun singt statt Jack Sharp die Sängerin Naomi Randall. Auch die Musik hat sich verändert und zwar zum Folk hin – ohne die Spät-60er Rockelemente wegzulassen. Das Ergebnis sind verträumte Folkrock Songs, wie man es aus den frühen 70ern kennt. Und die sind richtig stark! Bisher gibt es nur vier Tracks auf der Bandcamp Seite zu hören. Aber die machen sehr neugierig und lässt hoffen, dass die neue Besetzung bald ein Album veröffentlichen möge.

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Der Musikant – Der Künftige Musikant – Veitstanz

Luca Gillian – Sänger der Band „Die Selektion“ – hat just ein neues Label gegründet: Wehe!Musik. Erstes Release ist die Verbeugung vor einem der Großen des Underground Minimal Sounds der frühen 80er: „Der Musikant“ oder „Der Lustige Musikant“ oder „Der Künftige Musikant“ oder „Der Mußikant“ oder einfach Rolf Schobert. Der veröffentlichte 1982 die 7″ Ep „veitstanz“ – ein heute legendären Ruf genießendes und ebenso rares Release. Zwar veröffentlichte Vinyl On Demand eine Compilation mit den meisten Tracks der Ep. Und es gab auch die CD Compilation „distanz“. Wehe!Musik veröffentlicht im Januar die Ep erstmals als Ganzes wieder auf Vinyl. Dieses Mal als 12″ und ergänzt um zwei neue Tracks, die im Geiste der alten Aufnahmen entstanden sind. Ein Grund zur Freude und ein fulminanter Start für das neue Label! Achtung! Auf 300 limitiert! Da gilt es, schnell zu sein!

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Queens Of The Stoneage – Perfecth

Erst einmal bin ich skeptisch, wenn ein neues Album einer Band gefühlt überall hoch gelobt wird. Besonders, wenn es sich um eine Band wie „QOTSA“ handelt, die einst mit kompromisslosem Wüsten/Stonerrock Musikgeschichte schrieb. Allerdings hat die Gruppe um Josh Homme schon auf einigen Alben der letzten Jahre bewiesen, dass sie keine Lust haben, den Erfolgssound des frühen Tage immer wieder zu kopieren. Auf „perfecth“ gehen sie nun noch einen Schritt weiter. Die Instrumentierung ist ausgebsprochen sparsam. Bei einigen Stücken überwiegt die Akustikgitarre („from the cliff“), mal glaubt man Musik im Stile von Weill zu hören („mono“). Die trauen sich was! Und tatsächlich gelingt die Melange aus neuen Einflüssen und klassichen „QOTSA“-Harmonien ausgesprochen gut. Fans des rauhen Sounds der Band werden vermutlich enttäuscht sein. Alle anderen können hier eine spannende neue Seite von Hommes Kollektiv kennenlernen.

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Escape With Romeo – Night After Night

Die deutsche New Wave Band „Escape With Romeo“ wird vermutlich immer die „somebody„-Band bleiben. Dabei ist der Song inzwischen stolze 37 Jahre alt. Zugleich ist das bereits im August erschienene „night after night“ das inzwischen 14. Album der Band um Thomas Elbern. Hier versucht er den frühen Band-Sound in die heutige Zeit zu übertragen. Das gelingt nur eingeschränkt. Was erst einmal nicht so wichtig ist. Warum Bands jener Generation aus Deutschland aber unbedingt immer bei breitwandigen Rockgitarren und Triphop Rhythmen und Sounds landen, wenn sie aktuell Alben veröffentlichen, erschließt sich mir nicht. So auch hier. Richtig schlecht ist das nicht. Aber eben auch nicht wirklich gut. So hinterlässt „night after night“ eher ein Achselzucken als Begeisterung. Schade, denn die Vorabsingle „fear’s a ghost“ war durchaus gelungen.

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I’m Your Stalker – Hollow EP

Spannendes Projekt! „I’m Your Stalker“ ist das Alter Ego der Dresdener Band „Dry Skin“. Die ersten Aufnahmen stammen laut Discogs gar aus dem Jahr 2007! Ihre Debüt EP „hollow“ stammt hingegen aus dem Jahr 2021. Und mit Bedauern muss man feststellen, dass es seither keine Releases mehr gab; denn die vier machen eine seltsame Art Postpunk, die an britische Musik aus der Zeit um 1980 erinnert. Die sieben Tracks sind mal gitarrig-groovig. Oder auch mal elektronischer. Ihre Cover Version von „Echo & The Bunnymen“s „killing moon“ passt da bestens ins Bild und ist richtig gut gelungen. Bis es weitere Releases gibt, könnt Ihr Euch aber auch mit der noch recht frischen „Dry Skin“ Ep „dead wood“ trösten.

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Sharp Pins – Electric My Icebox

„Sharp Pins“ ist Kai Slater aus Chicago plus Backing Band. Seit 2023 ist er aktiv und hat unter dem Namen schon mehrere Alben veröffentlicht, die mich aber nicht so richtig überzeugt haben. Anders scheint es nun mit dem für Januar angekündigten Album „electric my icebox“ zu sein. Denn bei den ersten beiden zu hörenden Songs schimmert deutlich Syd Barrett durch. Ganz so wie es 2013 bei dem Niederländer Jacco Gardner war. Gutes Songwriting trifft auf psychedelische Effekte und viel Liebe fürs Detail. Hoffen wir, dass Slater das Niveau auf Albumlänge halten kann.

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Uncle Acid And The Deadbeats – Nell‘ Ora Blu

Diese Platte ist schon zwei Jahre alt, aber erst jetzt bin ich erst darüber „gestolpert“. Die britische Formation „Uncle Acid And The Deadbeats“ ist eher als End-60er/Anfang 70er Psychrock Band bekannt. Hier aber haben sie versucht, einen 70er Italo Horror Soundtrack aufzunehmen. Und das ist ihnen tatsächlich richtig gut gelungen. Irgendwo zwischen Easy Listening und „Goblin“ Sountracks ist das Ergebnis zu verorten. Leider ist die Platte nur noch für irre Preise zu haben. Schade! Na vielleicht gibt es ja mal eine Neuauflage.

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Rue Oberkampf – Wehmut

Gerade hat das Münchner Duo „Rue Oberkampf“ die empfehlenswerte Singles Compilation veröffentlicht, da legen sie nun mit dem ersten richtigen Album seit zwei Jahren nach. Dabei ist Name Programm: „wehmut„. Dazu gleich mehr. Tatsächlich haben sich die beiden merklich weiterentwickelt. Weg von clubbigen Beats hin zu sphärischen Sounds. So findet sich lediglich ein Track („blanc poney“), der halbwegs im Club funktionieren könnte. Beats finden wenig und wenn dann nur als Beiwerk statt. Die Stücke sind melancholisch und sehnsüchtig. „wehmut“ passt da perfekt als Klammer. Man denkt an „Dead Can Dance“ zu „wthin a realm of a dying sun“-Zeiten oder an die seit kurzem wieder aktive „Hante„. Bei „sonne“ höre ich sogar ein wenig „Pet Shop Boys“‚ „it couldn’t happen here„. Das alles sind dabei lediglich Anklänge. „Rue Oberkampf“ klingen immernoch nach „Rue Oberkampf“. Erfreulich fällt eine angenehme Vielseitigkeit in Julia de Jouys Gesang auf. Und im Abschlusstrack gibt es sogar eine Akustikgitarre zu hören. Gewagtes, aber wirklich gelungenes und schönes Album!

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Alexis Jae – Freestyle Fantasy Vol. 3

Kennt ihr noch Freestyle oder auch Latin Freestyle? Das war die 80er Musik u.a. aus Florida – entstanden aus Breakdance -, die damals aktuelle Synthmusik mit diversen Elementen verband. Bekanntester Vetreter war sicher „Shannon“s „let the music play“. Nun schickt sich eine junge Generation von Musiker*innen an, Freestyle wieder aufleben zu lassen. Eine davon ist „Alexis Jae“. Die New Yorkerin verbindet geschickt zeitgenössische Musik und Produktion mit dem Vibe der 80er Tracks. Das klingt zwar etwas steril und erinnert an Releases des Labels Italians Do It Better. Trotzdem hat das irgendwie was… Gerade ist das neue Album „freestyle fantasy vol. 3″ erschienen…

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