Madeline Goldstein – Speaking To The Body

Seit 2019 ist die Sängerin Madeline Goldstein aktiv und überzeugte 2023 mit ihrer Debüt Ep „other world„. Nun ist mit „speaking to the body“ ihr erstes richtiges Album erschienen. Das schließt direkt an die EP an und überzeugt mit verträumten Soundscapes, mal mehr, mal weniger cluborientiert. Spannend ist dabei, dass das Werk laut Bandcamp Seite ausschließlich auf Hardware Instrumenten entstanden ist. Vielleicht hat es deswegen so einen angenehmen 80s Vibe. Alle Tracks sind durchdacht und wirklich gut. Rundes Album! Physisch erhätlich ab nächter Woche.

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Charanjit Singh – Synthesizing – Ten Ragas To A Disco Beat

Schon seit einigen Jahren wird der indische Musiker Charanjit Singh für sein Album „synthesizing – ten ragas to a disco beat“ von 1982 gehypt. So wird es als Geburtsstunde des Acid gefeiert. Tatsächlich hat Charanjit Singh, der vor allem in den 60ern und 70ern als Musiker und Komponist in Erscheinung trat, lediglich mit 1982 super modernen Instrumenten wie der 808 Drummachine und dem Jupiter 8 Synthesizer herumexperimentiert. Dabei hat er sich einiges entdeckt und vorweggenommen. Insgesamt ist das Album aber eher kontemplativ. Gesucht ist es in jedem Fall und da erfreut es, dass es im August ein offizielles Rerelease des Meisterwerks geben wird!

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KKD – In A Secret Room

Die italienische Band „KKD“ (Kriminal Killers Division) wurde erst von 11 Jahren entdeckt, als das italienische Label Synthetic Shadows das Album „stars behind the sun“ veröffentlichte. Der Sound der Band, die in den 80ern aktiv war, bewegt sich zwischen Minimal und Postpunk. Im Mai erscheint eine neue Compilation mit Tracks aus den Jahren 1979-1986. „in a secret room“ überzeugt dabei noch mehr als das bekannte Album. Erfrischend gute Ausnahmequalität trifft auf gute und tanzbare Songs. Das werden wir sicher noch einiges auf diversen Szenedancefloors zu hören bekommen.

https://rawculture.bandcamp.com/album/in-a-secret-room

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Adult. – Kissing Luck Goodbye

Album Nummer zehn des Detroiter Duos „Adult.“ ist sowas wie eine Neuorientierung. Der drückend-agrressive Synth Sound ist freilich geblieben. Allerdings hat Sängerin Nicola Kuperus nun Abstand vom Chorus auf ihrem Gesang genommen – etwas, was mich persönlich zuvor spätestens nach zwei bis drei Tracks genervt hat, aber auch gleichzeitig Markenzeichen der Band war. Zudem kommt „kissing luck goodbye“ für „Adult.“-Verhältnisse weniger clubbig daher. Dadurch haftet dem Album ein erfrischender Punk-Vibe an. Für Fans des Band vielleicht etwas gewöhnunsgbedürftig. Ansonsten ein ordentliches Geballer!

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Popsch – Gay Propaganda

Neues aus Wien: Soeben haben „Popsch“ ihr neues Album „gay propaganda“ veröffentlicht. Hier geht es wild zur Sache. Es wird munter allmögliches vermischt: Electro, Synths, NDW, Punk, 8-Bit… Alles stets mit einem Augenzwinkern und gleichzeitig politisch. Ich denke hier und da an die seligen „Stereo Total“. Jedenfalls ist auf „gay propaganda“ alles angenehm drüber. Spaß ist garantiert!

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Kem Trail – Acht Cola Acht Bit / Sachbeschädigung

Das Projekt „Kem Trail“ ist schon eine Weile aktiv. Erst jüngst bin ich auf sie gestoßen und zwar auf die Zusammenstellung früherer Releases: „acht cola acht bit / sachbeschädigung“. Ihre Musik ist eine Art Synthpunk meets 8-Bit-Sound. Soweit so unspektakulär. 8-Bit-Electro ist schon seit langem zu Ende erzählt. Was „Kem Trail“ so gut macht, ist einerseits ihre Krawalligkeit. Alles hier ist wild und druckvoll. Gleichzeitig haben sie wirklich gute Melodien. Diese Verbindung verstört im ersten Moment, entfaltet aber spätestens nach zwei Tracks seine Wirkung. Starkes Geballer!

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Mängelexemplar – Neue Zukunft

„was lange währt, wird endlich gut“ ist eigentlich ein doofer Spruch, trifft aber bei dem neuen „Mängelexemplar“-Album den Nagel auf den Kopf. Sechs ganze Jahre ließ sich das Düsseldorfer Duo Zeit dafür. Das Ergebnis ist natürlich noch immer unverkennbar typisch für die Band: Charmanter Minimal mit dem Gespür für die richtigen Melodien. Aber „Neue Zukunft“ macht einen merklich gereiften Eindruck. Besonders der vielschichtigere Gesang mit seinen unerwarteten Wendungen und die ausgefeilte Produktion erwecken diesen Eindruck. Die Vorbilder aus den 80ern mit ihrem Minimal hört man noch immer deutlich, allerdings als Hommage, nicht als Kopie. Die Stücke sind nun auch mal etwas ruhiger für „Mängelexemplar“-Verhältnisse. Insgesamt gelingt das alles so gut, dass ich festhalten möchte, dass „Neue Zukunft“ wohl das bisher beste Album der beiden ist! Und das will was heißen. Wenn es überhaupt irgendwas zu bemängeln gibt, dann den Umstand, dass zwei der zehn Tracks („allein“, „49 seconds romance“) bereits bekannt und veröffentlicht waren. Aber das ist bei dem Album meckern auf hohem Niveau. Unbedingte Kaufempfehlung!

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heimelektronik & MAS 2008 – Electronic Corporation 1998-2006

„Heimelektronik“ & „MAS 2008“ waren um die Jahrtuasendwende deutsche Musikprojekte, die für die Zeit tpypischen Electro meets Minimal meets Electroclash produzierten. Das Label Mannequin veröffentlicht im Mai eine Zusammenstellung rarer Tracks unter dem Titel „electronic corporation 1998-2006„. Bisher gibt es drei Tracks zu hören, die auch heute noch erstaunlich zeitgemäß klingen. Ihnen wohnt eine druckvolle Dringleichkeit inne, wie man sie bei aktuellen Tracks bisweilen vermisst.

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Italo Brutalo – Second Horizon

Der Berliner Italo Artist „Italo Brutalo“ hat bereits im letzten Jahr den Nachfolger seines 2022er Debüts „heartware“ veröffentlicht: „second horizon„. Irgendwie hatte ich mich aber bisher nicht damit befasst. Dabei schließt es zwar an seinen Vorgänger an, löst sich aber gleichzeitig vom Italo Klischee hin zu einem düsteren, tanzbaren Sound. Die Tracks sind noch immer instrumental. Gleichzeitig überzeugen sie aber mit Vielseitigkeit. Sei es mal 2000er Electroclash („surveillance state“), mal Vaporwave („digital freedom“). Alles eine runde Sache, alles dabei. Tolles Album!

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Deutsche Schäferhunde – Kein Abschied

Das hier ist nicht weniger als eine Sensation! Der Song „rosa sonnenbrille“ der Band „Deutsche Schäferhunde“ ist einer der Minimalklassiker schlechthin! 1982 erschien er auf einer 3-Track 7″. Inzwischen ist die besagte Single heiß begehrt und wird bei Discogs für über 200 Euro feilgeboten. Anna Logue Records hat nun eine Wiederveröffentlichung für diesen Sommer angekündigt. Es wird eine 12″ mit allen drei Tracks der Single werden. Das wurd aber auch Zeit! Wir von Damaged Goods waren immer hinterher, „rosa sonnenbrille“ für einen unserer Sowas von Egal Sampler zu bekommen, was aber leider nie geklappt hat. Umso schöner, dass dieses rare Kleinod nun bald wieder zu haben ist!

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