Im Leben von „DAF“s Robert Görl passieren so einige bewegende, prägende Ereignisse. Zuletzt 2020, als Görls „DAF“-Mitstreiter Gabi Delgado verstarb. In einer Zeit, als die Band nach Jahren Pause wieder erfolgreich auf Tour war. Das verarbeitete Görl mit dem wohl als Abschiedsalbum zu verstehenden „nur noch einer„. Das ist nun fünf Jahre her und hinter dem Namen „Görl“ verbirgt sich nun ein Duo. Neben Görl DJ Sylvie Marks. Laut Info ist „dark silver moonlight“ direkt Ergebnis der kreativen Partnerschaft der beiden. 10 Tracks, denen eine aufregende Dringlichkeit innewohnt. Das zeigte schon der Vorabsong „irgendwann ist jetzt“, das sehr an das erste Solo Album von Robert Görl erinnert. „falscher ton“ klingt dann schon fast wie die guten alten „DAF“ in ihrer Hochzeit. Damit sind die beiden aber längst nicht Ende ihres kreativen Universums angekommen. In „don’t stay at home“ singt Görl geradezu verträumt. Überrraschender Track! „der fluss“ mutet technoid an, nur um von einem klassischen „DAF“ Track abgelöst zu werden. Am stärksten wird das Album jedoch zum Ende hin, wenn etwas kruder wird. Dissonanz und Melancholie schließen sich da nicht aus. Der Bezug in die Vergangenheit wird dabei bewusst gepflegt. Das verrät schon das Video zu „irgendwann ist jetzt“. Das hier ist sicher eines der besten Görl Releases seit vielen Jahren. Tipp!
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
(vk)