Art Programming – Art Programming

Das deutsche Duo „Art Programming“ oder auch „Art P“ veröffentlichte 1983 und 1985 jeweils ein Album. Das 85er Album ist nicht so spannend, wurde aber bereits wiederveröffentlicht. Die Frühzeit des Projektes ist sehr viel aufregender. Hier entstand das bereits 2023 erschienene „genscher pull’n’push“ – übrigens zeitgleich mit dem obskuren „der böse osten“ von „Die Synthetische Republik“, das sich auch auf unseren „sowas von egal“ Samplern findet. Warum ich das erwähne? Einfach weil die Hälfte von „Art P“ „Die Synthetische Republik“ war. Das kann man auch hören, auch wenn „Art P“ deutlich tanzbarer ist. Das selbstbetitelte Debüt erschien 1983 nur als Tape. Remastered erscheint es im März nun erstmals als LP. Feinster Tape-Synths-Sound ist das. Auf 300 Exemplare limitiert – da sollte man wohl schnell zuschlagen!

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Damaged Bug – ZUZAX

„Damaged Bug“ ist das Alter Ego von „Thee Oh Sees“‚ John Dwyer. Seit 2014 hat er unter dem Namen vier Alben herausgebracht. Gerade der Erstling „hubba bubba“ war ein spaciger Sturm durch die Musikgeschichte. Auf dem Cover fanden sich Anspielungen auf Legenden wie Brian Eno und die „Silver Apples“. Seit 2020 kam nichts mehr. Für März ist das neue Album „zuzax“ angekündigt. Der erste Song daraus wartet zwar mit dem üblichen Klang auf, gibt sich aber ausgesprochen poppig. Mal sehen, was das Album so kann…

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Laibach – Musick

Ok, ein neues „Laibach“ Album ist in jedem Fall immer etwas Besonderes. Ganz gleich, was man am Ende davon hält. Allein das letztjährige Album „alamut“ ist in vielerlei Hinsicht so besonders, dass man seitenweise dazu schreiben könnte. Die Musik war spirituell – die Aussage dahinter vielschichtig. Nun haben die Slowenen den (Bubblegum)Pop für sich entdeckt und haben ein Album geschaffen, das so poppig sein soll, wie es irgendwie im „Laibach“-Kosmos möglich ist. Die Vorabsingle „allgorhythm“ belegt das eindrucksvoll: Der Track beginnt mit an „Pet Shop Boys“ „go west“ erinnernden Synthieflächen. Dann setzt der bekannte Sprechgesang ein – voller ironischer Spitzen: „there is a lot of talking when laibach drop a song…“. Es folgt purer 90s Eurodisco inkl. passender Frauenstimme. Alles immer irgendwie gebrochen. Mal mit an „opus dei“ gemahnende Percussions. Ein wilder Ritt! Und ein Orhwurm obendrein!

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Martin Denny – Exotica Vol. 3

Martin Denny ist einer der ganz großen Namen, wenn es um Exotica der 50er und 60er Jahre geht. In mancherlei Hinsicht hat er das Genre sogar geprägt wie kein anderer. Damals veröffentlichte er massig Alben. Allein von 1957 bis 1966 allein 24! Die meisten wurden auch massenhaft gepresst. Daher gab es bis vor nicht allzu langer Zeit gar keine Neuauflagen der Platten. Allerdings verschwinden immer mehr der alten Platten oder sind aufgrund ihres Alters in bemitleidenswertem Zustand. Daher hat das US Label Jackpot begonnen, nach und nach die Alben wiederzuveröffentlichen. Aktuell ist „exotica vol.3“ an der Reihe – im Original aus dem Jahr 1959. Die Neuauflage wurde von den originalen Bändern erstellt. Schöne Sache, diese Musik ohne das sonst für solche Platten übliche Gerumpel und Gerausche zu haben! Musikalisch gibt es genau das, was man erwartet: Exocita mit spannenden Harmonien, Vibraphon und seltsamen Percussions. Da kann der Sommer kommen…!

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Rob Zabrecky – Seance! With Zabrecky

Rob Zabrecky ist ein US-amerikanischer Songschreiber, Schauspieler und: Magier. Seine Kunst ist immer auf eine gewisse Art obskur. So verbindet er seine Magie als Mentalist mit schwarzem Humor. Bereits 2022 veröffentlichte er die Ep „seance! with zabrecky“. Zu hören gibt es bizarre Soundscapes plus Spoken Words vom Meister selber. Und tatsächlich hat das Ganze etwas. Wer offen für leicht mystische Klangsphären ist, kommt hier auf seine/ihre Kosten. Gerade wurde die EP wohl nachgepresst; denn nun ist sie wieder neu erhältlich.

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Maria BC – Marathon

Die Musikerin Maria BC ist seit 2021 aktiv. Sie begann mit Folk und entwickelt auf ihrem letzten Album „spike field“ einen fragil-traurigen Darkfolk voller Emotionen. Das war 2023. Ende des Monats erscheint „marathon„. Daraus gibt es bisher zwei recht unterschiedliche Stücke zu hören. „night and day“ schließt an das Vorgängerwerk an, ergänzt den Sound aber um ein paar Streicher. Sehr schön! Das Titelstück hingegen hat ein verzerrten Bass(?) hinzu. Das wirkt doomig/dronig. Und wird gleich wieder durch den konkreten Gesang von Maria BC eingefangen. Interessante Weiterentwicklung!

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Medio Mutante – Thrill Factor Overload

Das Projekt „Medio Mutante“ startete als Band und ist nun nur noch ein Ein-Mann-Projekt. 2008 hatte die damalige Band mit ihrer „inestbale“ Ep einen veritablen Erfolg. Alben folgten erst ab 2016. Gerade ist „thrill factor overload“ erschienen. Digital und als Lp. Leicht sperrig wie schon beim Frühwerk, werden hier minimale Sounds und Modularsounds miteinander verbunden. Seth Nemec aka „Medio Mutante“ bedient sich etlicher Sprachsamples. Insgesamt macht das alles das Album etwas schwierig zugänglich. Wenn man sich aber drauf einlässt, ist das hier eine interessante Platte.

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EchoDroides

Das Chicagoer Duo „EchoDroides“ ist so eine späte Neuentdeckung. Bereits 2013 veröffentlichten sie ihr Debüt „orbita“ und präsentierten eine Mischung von Electroclash, „Erasure“ und Italo. Alles ist cheesy und poppig, aber nicht belanglos. Alles wird von dem Oberbegriff 80er zusammengehalten. Dem Sound sind sie bis heute treu geblieben, haben ihn lediglich ein wenig modernisiert. Ihr bisher letztes Release ist die 3-Track EP „duality“ aus dem Juli des vergangenen Jahres. Interessanter Act, von dem ich mir mehr physische Releases wümschen würde.

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Kula Shaker – Wormslayer

Die britische Formation „Kula Shaker“ schwammen in den 90ern mit ihrem inidisch angehauchten Psychrock erfolgreich auf der Britpop Welle mit, ohne eigentlich Britpop zu spielen. 1999 kam der Split, 2007 das völlig ungerechtfertig wenig beachtete Comeback. Die anschließende Ratlosgikeit mündete 2010 in dem folkigen „pilgrim’s progress“. Danach orientierte sich die Band wieder an ihren Anfangstagen. Das war solide, aber überwiegend etwas langweilig. Nun also „wormslayer“. Hier orientieren sie sich weiterhin an ihren Anfangstagen. Allerdings haut das endlich wieder hin. Man hat das Gefühl, die Begeisterung sei zurück. Mal bauen sie spielerisch Remineszenzen an ihren frühen Hit „tattva“ („good money“) oder an die übergroßen „Pink Floyd“ („broke as folk“) ein, dann haben die Stücke eine mitreßende Energie. Folk gibts auch. Sicher ist das nichts wirklich Neues. Aber „Kula Shaker“ machen Anno 2026 das, was sie schon am besten konnten und das voller Spielfreude.

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At-Risk – Homebody

„At-Risk“ ist ein neues Projekt aus Warschau, das sich dem Synthwave der ganz frühen 80er Jahre verschrieben hat. Jene Zeit, als dieser Musik noch ein 70er-Jahre-Flair inne wohnte. John Foxx und ähnliche Artists lassen grüßen. Die Debüt Ep ist gerade erschienen. 5 Tracks – elf Minuten. Alles rund! Bisher digital, als Tape und CD erhältlich. Ganz tolles Projekt! Hoffentlich kommt da noch einiges! Gerne auch auf Vinyl…

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