Jess Brett – Raw Emotion Of The Electronic Notion

Die britische Künstlerin Jess Brett ist bereits seit sches Jahren aktiv und veröffentlich seitdem regelmäßig Tracks auf ihrer Bandcamp Seite. Einige Zeit lebte sie in Berlin und gibt an, dass die dortige elektronische Musik Einfluss auf ihr Schaffen gehabt hat. Tatsächlich macht sie eine Art modernen, tanzbaren Synthpop. Alle Klischees, die Ihr damit verbindet, werft gleich wieder über Bord. Denn Brett erfüllt die bewusst nicht. Dabei verwundert beim ersten Hören die für eine so junge Frau ungewöhnlich erwachsene Stimme. Soeben ist auf Minimalkombinat ihr Debüt Album erschienen – ein Querschnitt aus ihrem Schaffen. Da gibt es auch mal einen Track allein auf Gitarre gespielt. Tatsächlich will Jess Bretts Musik in keine Schublade so recht reinpassen. Sie hat keine Scheuklappen auf und so gibt es auf „raw emotion of the elctronic notion“ viel zu entdecken und zu hören. Obendrein soll sie eine großartige Live Performerin sein. Vermutlich werden wir noch einiges von ihr hören!

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Ibibio Sound Machine – Chopping Mountain

2022 tauchte auf einmal die britische Band „Ibibio Sound Machine“ mit ihrem Album „electricity“ auf und überzeugte mit dem überragenden Track „protection from evil„. Wow! Das hat mitgerissen! Aber: Das folgende Album „pull the rope“ konnte daran leider nicht anschließen. Nun ist „chopping mountain“ erschienen. Das ist zwar auch nicht so zwingend wie „electricity“, wartet dafür aber mit einem relaxten TripHop Vibe auf, ohne TripHop zu sein. Es gibt krautige, funky, 60s und World Elemente. Gerne auch alles zusammen. Daraus mischt das britische Kollektiv eine ganze eigene Musik, die hier wieder zugleich zündet!

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Arthur Brown – Nature

Arthur Brown ist eine Legende! Und dazu hat ihn allein ein Stück gemacht: „fire“ von 1968. Seit bald 60 Jahren ist der 1942 geborene Brown musikalisch aktiv. Stets ist seine Musik von psychedelischen Eskapaden und wilden Ideen geprägt. Gerade ist sein neues Album „nature“ erschienen. Und trotz seines fortgeschrittenen Alters versprüht der Künstler hier noch immer eine aufregende Energie. Sei es mal psychedelisch, mal verträumt oder mit Glam-Einwürfen. Wo viele Artists schon deutlich früher nur noch langweilig eigene Geschichte reproduzieren, merkt man hier, dass Brown noch immer auf der Suche ist. Große Überraschung und tolles Album!

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Simple Minds

Einst haben sie grandiose Postpunk Alben auf genommen und mit „i travel“ sicher einer der Referenzmarken gesetzt. Das ist über 40 Jahre her. Und seither ist viel passiert. Inzwischen sind die Schotten eine Stadion(rock)band, machen aber stets bis heute mindestens solide Musik. Im Januar erscheint ihr neues Album „sacorsanct“. Nun ist die erste Single daraus erschienen. Man hört die alten Helden Taten noch heraus. Die Melodien sind gut. Aber am Ende ist „beginner boys“ dann doch nur solide…

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Sacred Skin – Faith

Neues von den 80s-Dreampoppern von „Sacred Skin„. Soeben ist die neue Single „faith“ erschienen. Wieder spielen sie hymnischen Synthpop irgendwo zwischen Chartmusik aus den 80ern und Vaporwave. Gekonnt wie immer. Allerdings schleicht sich eine gewisse Redundanz ein nach zwei sehr ähnlichen Alben. Warten wir ab, ob das hier ein Vorbote für ein neues Album ist und wie das dann wird!

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Mirror Of Venus – Never Say Forever

Vor drei Jahren entdeckte ich die LA Band „Mirror Of Venus“ mit ihrem Song „never say forever“. Dann passierte erst einmal: Nichts! Und auf einmal kündigt die Band für November ihr Debüt Album an. Das bewegt sich zwischen Post Punk und Shoegaze? Sowas. Das lässt zumindest der erste neue Song vermuten. Auch die bisher bekannten Stücke werden enthalten sein. Das wird sicher gut!

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Doppler Effect – Genesis: Studio Recordings 81-85

Vor zwei Jahren veröffentlichte das Label Mecanica die „Doppler Effect“ Zusammenstellung „genesis: studio recordings 81-85“ mit Aufnahmen aus der Zeit des Bandhits „four day romacne“. Und die konnten sich hören lassen. Damals nur digital erschienen, folgt nun eine LP mit 12 der 16 Stücke. Das wurd Zeit!

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Sugartin – Precious Little Things

Das Stuttgarter Duo „Sugartin“ ist bereits einige Zeit aktiv. Ihr Debüt Album ist nun im Juli erschienen und zwar als Eigenrelease. Ihre Musik ist Synthpop im weitesten Sinne. So kommt der Opener „imagination“ geradezu chansonesk daher. Im Anschluss geht es auf Deutsch und minimal im Stile von Früh 80er Produktionen weiter. Viele der Tracks sind verträumt. Dann kommt ein Dancefloor Hit wie „en vain“. Auch eine „DAF“ Referenz („augenstern„) gibt es. Kurz: Hier passiert eine Menge. Bei jedem Hören entdeckt man wieder etwas anderes. Tipp! Erhältich u.a. über Kernkrach.

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Arab Strap – Half-Told Tales

Angekündigt hatte ich das neue „Arab Strap“ Album ja bereits. Ende kommender Woche erscheint „half-told tales„. Und was für ein Werk das geworden ist! Seit langem wieder eine Doppel Album. Das scheinen Aidan Moffat und Malcolm Middleton offenbar auch nötig gehabt zu haben; denn „half-told tales“ sprüht vor Ideen! Offenbar wollte sich das Duo einmal richtig austoben. Es ist so viel dabei. Allein der Opener, der vergleichsweise rockig daher kommt. Auf einmal schält sich ein 80er Saxophon aus dem Sound. Das bereits bekannte „you you you“ gibt sich synthiepoppig, nur um von dem typisch „Arap Strap“-spröden „be a man“ abgelöst zu werden. Mal wird gerockt, dann soundscape-artig („under offer“). „basic physics“ ist quasi die Essenz des Bandsounds. Und so geht es weiter. Es gibt ständig irgendwo irgendwas zu entdecken. Und dauernd hat man das Gefühl von Nähe. Moffat singt über das Leben und das merkt man beim Hören. Unglaublich, dass den beiden noch länsgt nicht die (großartigen) Ideen auszugehen scheinen!

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Dinosaur Jr. – There Near

Einst waren „Dinosuar Jr.“ eine der Bands, die sowas wie den Grunge Sound prägten -zusammen mit „Sonic Youth“, „TAD“, „Mudhoney“ und natürlich „Nirvana“. Dabei wollten sie nie so recht dazu gehören: Zu melodiös/melancholisch waren Harmonien und der Gesang von J Mascis. Sie durchliefen dann auch noch schwierige Zeiten: Gründungsmitglieder J Mascis und Lou Barlow gerieten sich über die Ausrichtugn der Band in die Haare, sodass Mascis kurzerhand die gesamte Band rausschmiss und das großartige „green mind“ im Alleingang aufgenommen hat. Gerade als die Band erfolgreich in Europa tourte. 1993 kam dann auch der etwas größere Erfolg mit „feel the pain“. Zeitsprung in das Jahr 2005; denn da fanden Barlow und der ursprüngliche Drummer Murph wieder zusammen. Seither scheint die alte Energie wieder da. Denn seither veröffentlichen die drei regelmäßig prima Platten! Das letzte liegt nun 5 Jahre zurück. Um so erfreulicher, dass es nun ein neues Album gibt, auf dem das Trio auch über 40 Jahre nach der ursprünglichen Bandgründung kein bisschen verstaubt klingt. Überhaupt klingen selten Bands nach einer derart langen Bandgeschichte noch so frisch und authentisch. Die Songs sind druckvoll und noch immer voller Melancholie. Das klingt dann mal nach dem schmuddeligen Gitarrenlärm der frühen Tage. Aber es gibt auch Stücke, die einen an „feel the pain“-Tage denken lassen. Zwei Stücke singt Barlow. Ich persönlich mag Mascis‘ Stimme so gern, dass ich darauf auch hätte verzichten können. Aber das ist Geschmackssache und verleiht den elf Stücken noch eine weitere Facette. „Dinosaur Jr.“ sind zurück und das mit einem wirklich guten Album!

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