Kobalin

„Kobalin“ ist die neueste Inkarnation der „Grundeis“ Sängerin Laura Müller. Bisher war sie solo sphärisch als „Undinyx“ unterwegs. Bei „Kobalin“ orientiert sie sich an NNDW und ist damit zwar deutlich poppiger als mit ihren anderen Projekten. Aber dennoch hört man die Künstlerin noch raus. Das Resultat funktioniert am besten bei dem neuen (und zweiten) Song „blei“. Das könnte noch spannend werden…

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Die Regierung – Immer Unbekannt

Letztes Jahr wurden die 80er Tapes von „Die Regierung“ auf Minimalkombinat wiederveröffentlicht. Nun also ein komplett neues Album. Schon krasser Kontrast zwischen den Aufnahmen der beiden Alben, zwischen denen gut 40 Jahre liegen. Und doch klingt „Die Regierung“ auch heute noch herrlich roh und undergroundig. Aber deutlich zugänglicher und poppiger als damals. Unaufgeregt, Texte über Alltägliches – über Liebe. Hier braucht es keine große Geste. Es fühlt sich immer ein bisschen wie zu Hause an, wenn man „Die Regierung“ hört. Und genau das ist einerseits ihre Stärke, hat aber vermutlich auch dazu beigetragen, dass sie nie ganz groß raus kamen und auch in der „Hamburger Schule“ eher Hinterbänkler waren. „immer unbekannt“ scheint da eine ironische Selnbstbeschreibung. Aber zu unrecht! Gebt dem Album eine Chance!

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Xiu Xiu – Xiu Mutha Fuckin‘ Xiu: Vol. 1

„Xiu Xiu“ haben ein neus Album veröffentlicht. Das ist bei Jamie Stewarts Artpop Projekt immer ein Grund zur Freude. Und stets weiß man nicht, was einen erwartet. Dieses Mal ist es ein Cover Album. Dass „Xiu Xiu“ Cover liegen, hat nicht nur ihre Neuinterpretation des Twin Peaks Soundtracks bewiesen. Auch als sie mit „Deerhoof“ „Joy Division“ Alben performten, war das magisch (und leider noch nicht veröffentlicht). Nun also ein Cover Album mit Tracks verschiedenster Artists: „Talking Heads“, „The Normal“ (ja, „warm leatherette“…), Screaming Jay Hawkins, „Soft Cell“ und sogar „Throbbing Gristle“ sind dabei. Allen Songs fügen sie die ganze eigene „Xiu Xiu“ Note hinzu, sodass man es gefühlt mehr mit einem eigenen Band Album zu tun hat als mit einem Cover Album. Natürlich geht es gerne auch sperrig zur Sache. Wilder Ritt, auf dem es viel zu entdecken gibt!

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Svaj. – Patterns

Neues von dem schwedischen Duo „Svaj.„. Letztes Jahr veröffentlichten sie noch das Mini Album „maggots„. Das war zwar immernoch eine postpunkige Variante von „Absolute Body Control“. Nur leider ohne deren Magie. Das machte „maggots“ etwas gewöhnlich. Nun aber gibt es die digitale Zwei-Track-Single „patterns„. Hier klingen sie nun vollends nach den Vorbildern von „ABC“. Hier gelingt das aber überzeugend gut. So bitte auf Albumlänge weitermachen!

https://svaj.bandcamp.com/album/patterns

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Twilight Sad – It’s The Long Goodbye

„Twilight Sad“ sind schon eine bemerkenswerte Band. Begonnen 2006, haben sie schnell einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Spätestens 2009 mit dem Album „forget the night ahead“. In der Zwischenzeit hat sie „The Cure“’s Robert Smith entdeckt und unter seine Fittiche genommen: Support Shows für „Cure“ und auch musikalische Unterstützung folgten. Das war zwar gut für eine zunehmende Bekanntheit, aber so standen sie eine wenig im Schatten der übergroßen „Cure“, obwohl sie längst ihren eigenen Weg gefunden hatten. Inzwischen auf ein Duo geschrumpft, hat das neue Album ganze sieben Jahre auf sich warten lassen. Und das letzte war überdies ein wenig beliebig. Die erste Single aus „it’s the long goodbye“ hieß „waiting for the phone call“ und war eine erfrischende Mischung aus dancy Beats, Melancholie und breiten Gitarrenwänden. Wow! Auf dem Album wird gern mit überraschenden Synthsoudns gespielt („attemt a crash landing – theme“). Natürlich sind „Twilight Sad“ immernoch „Twilight Sad“: James Alexander Grahams markanter hmynischer Gesang und die Gitarrenausbrüche sind geblieben. Lange hat sich das aber nicht mehr so frisch angehört! So hat das was von einem gelungenen Comeback.

P.S.: Und Robert Smith hat auch hier wieder mitgespielt.

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Buzz Kull – Deep Hate

Neues von dem Australier „Buzz Kull“ mit seinem extrem tanzbaren Dark Electro, der zusammen mit „Kontravoid“ geradezu einen Stil geprägt hat. Vier Jahre ist sein letztes Album her. Das verwundert nicht wirklich, wenn man weiß, dass Marc Dwyer aka „Buzz Kull“ in den letzten Jahren gefühlt endlos auf Tour war. Nun also eine EP mit vier neuen Tracks und vier Remixen. Auf „deep hate“ versucht Dwyer, neue Wege zu gehen: Neue Gesangseffekte, Elemente von „Depeche Mode“ und „Nine Inch Nails“. Allerdings traut er sich nicht genug, möchte man sagen; denn die Tracks heben sich am Ende doch zu wenig vom bisherigen Releases ab. Das war er kann, kann er. Aber das hat man alles zu oft so gehört… Mal sehen, wie das Album wird.

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Sun Ra – Exotica

Über den unglaublichen (Jazz/Funk/Fusion/Experimental-)Musiker „Sun Ra“ mit seinem ebenso unglaublichen Output braucht man sicher nicht mehr viel Worte zu verlieren. Allein bei Discogs werden für ihn 195 Alben aufgeführt – und da sind seine etlichen Bands noch nicht mit eingezählt! Allerdings ist es auch schwierig, sich einem solch umfangreichen Werk zu nähern. Besonders wenn viele der expmerimentellen Platten schwierig zu konsumieren sind. Das führte zu Compilations wie „exotica„, die „Sun Ra“ Tracks zusammenfasst, die zu dem Überbegriff passen. Überraschend ist, dass der Meister tatsächlich auch Exotica im Stile des großen Martin Denny im Repertoire hatte. Die drei LPs bzw. zwei CDs umfassen dabei bekannte und unbekannte Tracks sowie sogar ganze sechs unveröffentlichte! Als Einstieg in das „Sun Ra“-Universum eine gute Hilfe! „exotica“ ist bereits 2017 erschienen, war schnell vergriffen und ist nun wieder erhältlich.

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ÖPNV – +4917635713990

Etwas verspätet habe ich 2024 das Debüt von „ÖPNV“ entdeckt. Im Januar ist das zweite Album des Berliner Kollektivs erschienen. Seltsamer Titel. Wem die Nummer wohl gehört? (nein, ich habe das nicht ausprobiert…). Wo das Debüt noch klassischen Früh-80er Underground geboten hat, sind auf „+4917635713990“ die 80er zwar nicht fern. Aber hier geht es modern drängend nach vorne. Der Gesang erinnert nun an Hamburg „Ernst Leben“. Sicher kein Fehler. Wie sagt man so schön: Immer auf die Glocke. Runde Sache!

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Poeme Electronique – The Echoes Fade

Die britische Band „Poeme Electronique“ war zwar im wesentlichen in den 80ern aktiv, hat damals aber nur eine 7″ veröffentlicht. Eine breitere Bekanntheit erreichte sie 2009 durch die Doppel LP „the echoes fade“ auf Anna Logue. Das war eine Zusammenstellung von Tracks aus den Jahren 1981-83. Die Musik ist Minimal/Synthpop auf allerhöchstem Niveau – irgendwo zwischen „OMD“ und „Soft Cell“. Allerdings mit Frauengesang. So verwundert es nicht, dass sowohl CD als auch die Doppel LP schnell vergriffen waren. Die LP ist inzwischen gut dreistellig auf einschlägigen Plattformen. Jetzt hat Anna Logue eine limitierte Neuauflage für dieses Jahr angekündigt! Juhu!

https://youtu.be/d64yehVayHA?si=f_IabSEeEuzDq-AJ

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A.S. Fanning – Take Me Back To Nowhere

Im März erscheint mit „take me back to nowhere“ das mittlerweile vierte Alben des Wahl-Berliners A.S. Fanning. Zugegebenermaßen ist der Künstler bislang an mir vorbeigegangen. Hannovers E.T. hat mich darauf gebracht. Die Musik ist im weitesten Sinne melancholischer Pop. Ich dachte an „Jonathan Bree“ in ruhig, E.T. an „Get Well Soon“. Beides tolle Referenzen. Die Musik ist ruhig, verhalten und wird durch Fannings sonore Stimme zusammengehalten. Tatsächlich scheint er bis zu diesem Album gebraucht zu haben, um dieses Level zu erreichen. Wo die ersten beiden Alben waren noch etwas gewöhnlich. Auf dem 2023er Album „mushroom cloud“ entwickelte er zwar seinen aktuellen Stil. Aber erst auf dem neuen Album hat er ihn perfektioniert. Aber wer weiß, was da noch kommt…

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